Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung (AML/CFT) der Scitor AG
1. Zweck
Diese Richtlinie zur Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung („AML/CFT-Richtlinie„) legt die Grundsätze, Verfahren und Kontrollen fest, mit denen die Scitor AG Geldwäsche, Terrorismusfinanzierung und sonstige illegale Finanzaktivitäten verhindert, erkennt und meldet.
Ziel ist die Einhaltung aller anwendbaren gesetzlichen, regulatorischen und internationalen Standards.
2. Geltungsbereich
- alle Mitarbeitenden, Organe und Beauftragten der Scitor AG
- sämtliche Geschäftsbereiche und Tätigkeiten der Scitor AG
- alle Kunden, wirtschaftlich Berechtigten, Geschäftspartner und Gegenparteien
3. Begriffsbestimmungen
- Geldwäsche: Vorgänge zur Verschleierung der illegalen Herkunft von Vermögenswerten oder deren Einführung in den legalen Wirtschaftskreislauf
- Know Your Customer (KYC): Verfahren zur Identifizierung und Verifizierung von Kunden und wirtschaftlich Berechtigten
- Verdächtige Aktivität: Handlungen oder Transaktionen, die Zweifel an ihrer Rechtmäßigkeit oder AML/CFT-Konformität begründen
4. Rechtlicher und regulatorischer Rahmen
- Empfehlungen der Financial Action Task Force (FATF)
- Resolutionen und Sanktionsmaßnahmen der Vereinten Nationen
- International anerkannte Best Practices (z. B. Wolfsberg-Grundsätze)
- Anwendbare gesetzliche und regulatorische Vorschriften der Schweiz
5. AML/CFT-Compliance-Programm
5.1 Risikobasierter Ansatz
Die Scitor AG verfolgt einen risikobasierten Ansatz. Risiken werden regelmäßig bewertet in Bezug auf:
- Kundenstruktur
- Produkte und Dienstleistungen
- Geschäftsbeziehungen
- geografische Faktoren
5.2 Sorgfaltspflichten gegenüber Kunden (Customer Due Diligence – CDD)
Vor Aufnahme einer Geschäftsbeziehung werden angemessene KYC-Verfahren durchgeführt, insbesondere:
- Identifikation und Verifizierung des Kunden
- Feststellung des wirtschaftlich Berechtigten
- Erhebung relevanter Identifikationsdaten
- Risikoadäquate Prüfung des Geschäftszwecks
Geschäftsbeziehungen werden nicht aufgenommen oder fortgeführt, wenn:
- erforderliche Identifikations- oder Verifizierungsinformationen fehlen
- ein unvertretbares Geldwäsche- oder Terrorismusfinanzierungsrisiko besteht
- gesetzliche oder regulatorische Verbote entgegenstehen
5.3 Laufende Überwachung
- Erkennung ungewöhnlicher oder verdächtiger Aktivitäten
- Feststellung von Abweichungen vom Kundenprofil
- Frühzeitige Identifikation von Umgehungs- oder Missbrauchsrisiken
5.4 Meldepflichten
Verdächtige Sachverhalte werden unverzüglich an die Compliance-Funktion eskaliert. Erforderlichenfalls erfolgen Meldungen an die zuständigen Behörden.
5.5 Schulung und Sensibilisierung
- Schulungen bei Eintritt und regelmäßig danach
- Inhalte: rechtliche Grundlagen, interne Verfahren, typische Warnsignale
5.6 Aufbewahrung von Unterlagen
Aufzeichnungen zu Kundenidentifikation, wirtschaftlich Berechtigten, Transaktionen und Prüfungen werden mindestens fünf Jahre nach Beendigung der Geschäftsbeziehung aufbewahrt, sofern keine längeren gesetzlichen Fristen gelten.
6. Rollen und Verantwortlichkeiten
AML-/Compliance-Funktion:
Verantwortlich für Umsetzung, Überwachung und Weiterentwicklung des AML/CFT-Programms sowie für Meldungen an Behörden.
Mitarbeitende:
Verpflichtet zur Einhaltung dieser Richtlinie, zur Meldung verdächtiger Aktivitäten und zur Teilnahme an Schulungen.
7. Interne Kontrollen
- klare Zuständigkeiten und Funktionstrennung
- regelmäßige Überprüfungen
- dokumentierte Prozesse und Kontrollen
8. Durchsetzung und Maßnahmen
Verstöße gegen diese AML/CFT-Richtlinie können arbeitsrechtliche Maßnahmen sowie zivil- oder strafrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen.
9. Überprüfung und Aktualisierung
Diese Richtlinie wird mindestens jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst, um regulatorische Änderungen und internationale Entwicklungen zu berücksichtigen.
Scitor AG
Talstrasse 20
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